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Bannoser - Dramatische BĂŒhne  

Fesselnde Premiere von „Tannöd“ im Bannoser-Theater

Mit großer Neugier erwarteten Publikum und Darsteller die Premiere des StĂŒckes „Tannöd“ im vergangenen MĂ€rz.

Ein StĂŒck, das so ganz anders war, als man es sonst von den Bannosern erwartet: dĂŒster, teils beklemmend, kalt und schauerlich, dabei aber fesseln, spannend und großartig gespielt. So prĂ€sentierte sich die neue Inszenierung der dramatischen BĂŒhne der Bannoser dem gebannt lauschenden Publikum.

Tief beeindruckt von der schauspielerischen Leistung der dreizehn Mitwirkenden, die unter der Regie von Birgit Zörgiebel und Eva Schwarz den teils doch sehr finsteren Charakteren des StĂŒckes Leben einhauchten, entlud sich die aufgebaute Spannung im Saal in einem begeisterten Schlussapplaus.

Bis zu diesem Punkt erlebte das Publikum in eineinhalb Stunden eine erstklassige Inszenierung der Romanvorlage von Andrea Maria Schenkel, welche von der Gruppe eigenstĂ€ndig umgearbeitet worden war. Die spĂ€rliche Beleuchtung (Robert Fornoff und Walter Steinmetz), das auf das Wesentliche reduzierte BĂŒhnenbild (Birgit Zörgiebel), die passenden schauerlichen KlĂ€nge (Michael Partheil) und das unheimliche Schattenspiel (JĂŒrgen Kredel) trugen alle zu diesem stimmigen Gesamtbild bei.

PortrĂ€tiert wurde in „Tannöd“ eine lĂ€ndliche Dorfgemeinschaft um 1950, geprĂ€gt von den Erlebnissen des Krieges, von Gewalt und Entbehrungen. In dem kleinen einsamen Dorf kennt jeder jeden und doch gibt es mit den Danners eine sehr eigenbrötlerische Familie, von der jeder im Dorf etwas zu berichten weiß. Der tyrannische Patriarch der Familie herrscht mit harter Hand ĂŒber Frau und Kinder und auch so mancher Dorfbewohner hat allen Grund diesen Unmenschen zu verabscheuen. Als nun ausgerechnet auf dessen Hof ein brutaler Mord verĂŒbt wird, dem die ganze Familie nebst Magd zum Opfer fĂ€llt, zeigt sich die Dorfgemeinschaft zunĂ€chst sehr betroffen. Doch zugleich macht sich Argwohn unter den Überlebenden breit. Plötzlich ist jeder verdĂ€chtig, etwas mit dem Mord zu tun zu haben, oder wenigsten ein theoretisches Motiv fĂŒr die Bluttat zu besitzen.

Anachronistisch, in kurzen, schlaglichtartigen Einzelszenen erfuhren die Zuschauer im Verlauf des Abends immer mehr Details ĂŒber die Familie Danner, ĂŒber die Bewohner des kleinen Örtchens Tannöd und ĂŒber die Geschehnisse auf dem abgeschiedenen Bauernhof, der in einer kalten FrĂŒhjahrsnacht zum „Mordhof“ wird.

Diese sehr tragische Geschichte von Hass, Liebe, Glaube, Leid und vielfachen menschlichen AbgrĂŒnden zeigte die dramatische BĂŒhne der Bannoser an fĂŒnf Abenden.

Man darf schon jetzt sehr gespannt sein, welches StĂŒck die Gruppe in der kommenden Saison zeigen wird!


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