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Bannoser - Drama-Gruppe 

Den Schalk im Nacken, aber Honig im Kopf - Fulminante Premiere der Tragikom├Âdie ÔÇ×Honig im KopfÔÇť

Mit stehenden Ovationen bedankte sich das restlos begeisterte Premierenpublikum am vergangenen Samstag (07.03.) f├╝r die emotionale Achterbahnfahrt, auf die es das grandios agierende Ensemble im Bannoser Theater einlud.

Die Dramagruppe des Brensbacher Theatervereins hatte sich mit ihrer Wahl des diesj├Ąhrigen St├╝ckes einiges vorgenommen. Nicht nur, dass aufgrund der sehr bekannten Verfilmung mit Till Schweiger und Didi Hallervorden die schauspielerische Messlatte f├╝r die Umsetzung der Tragikom├Âdie ÔÇ×Honig im KopfÔÇť sehr hoch lag, so ist es doch vor allem das Thema, das die Gruppe vor eine gro├če Herausforderung stellte. Die Krankheit Alzheimer ist ein hoch emotionales und f├╝r die Betroffenen und ihre Familien unglaublich belastendes Thema. So stellte sich dem siebenk├Âpfigen Team die Aufgabe, die Krankheit und deren Verlauf sensible, zugleich aber auch unterhaltsam auf der B├╝hnen darzustellen.

Ein besonderes Lob geb├╝hrt den beiden Hauptdarstellern Hannah Schlingmann und Michael Partheil, die den demenzkranken Amandus und seine hoch empathische Enkelin Tilda verk├Ârperten. Den beiden gelang es, die Auswirkungen der Krankheit  und den liebevollen Umgang damit einf├╝hlsam und sensible darzustellen ÔÇô ohne jemals kitschig zu sein ÔÇô zugleich witzig, ohne den Patienten dabei jemals der L├Ącherlichkeit preiszugeben.

Welche Belastungen die betroffenen Familien auszuhalten haben und wie sehr eine Demenzerkrankung eines nahen Angeh├Ârigen eine Beziehung belasten kann, zeigte sich in den Szenen zwischen Anna Urbanik und Nikolai Jeuthe, die den vielbesch├Ąftigten Sohn und die gestresste Schwiegertochter des kranken Amandus authentisch darstellten.

Sehr wandlungsf├Ąhig zeigten sich Fabian Liebig, Dirk Dreher und Birgit Z├Ârgiebel, die in diversen Nebenrollen auftraten. Das ebenso wandlungsf├Ąhige, dabei aber stark reduzierte B├╝hnenbild (Benedikt Schiff) und die atmosph├Ąrische Lichtstimmung (Robert Fornoff) rundeten das Gesamtergebnis ab.

Unter der erfahrenen Leitung von Birgit Z├Ârgiebel gelang den Darstellerinnen und Darstellern in der gut zweist├╝ndigen Auff├╝hrung so das Kunstst├╝ck, das brisante Thema Alzheimer mit viel Gef├╝hl, dem n├Âtigen Ernst, aber auch mit erfrischendem Humor auf die B├╝hne zu bringen.

Das Publikum, in dem auch der Landrat des Odenwaldkreises Herr Matiaske, der B├╝rgermeister der Gemeinde Brensbach Herr M├╝ller und auch der neue Pfarrer der Gemeinde Brensbach Herr Kraft sa├čen, musste an manchen Stellen herzhaft lachen, etwa als Amandus einer Nonne einen nicht ganz jugendfreien Witz erz├Ąhlte, um in anderen Szenen, in denen die Krankheit deutlich zu Tage tritt, die Taschent├╝cher auszupacken. F├╝r diese emotionale Achterbahnfahrt dankte das Publikum den Darstellerinnen und Darstellern mit stehenden Ovationen und einem begeisterten Schlussapplaus.

Die Regisseurin bedankte sich im Anschluss an die Premiere bei allen Helferinnen und Helfern, insbesondere bei Rolf und Irmgard Schneider sowie dem Team des Otto Shops von Anita Eidenm├╝ller f├╝r das hervorragende Kartenmanagement.

Das St├╝ck wird noch an den folgenden drei Wochenenden, genauer am 13./14., 20./21. sowie am 27./28.3.20 jeweils um 20 Uhr im Bannoser Theater gezeigt. Die Karten sind zum Preis von 11ÔéČ im Otto Shop von Anita Eidenm├╝ller in der Karl-Maser Stra├če in Brensbach erh├Ąltlich.

Zus├Ątzliche Informationen